Aktuelles

 

Neuer Infobrief der AKP erschienen


Der Infobrief der AKP für das Jahr 2017 wirft einen Rückblick auf den Kommunalpolitischen Kongress 2016 und zugleich einen Blick voraus. Die AKP wird in diesem Jahr nach 2011 erneut auf dem Hambacher Schloss tagen. Das Dokument im PDF-Format können Sie HIER downloaden.

BK

 

 

 

AKP trauert um Bernd Paßmann


Mit Bestürzung hat die deutsch-polnische Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitische Partnerschaft (AKP) vom Ableben ihres engagierten Mitwirkenden, Bernd Paßmann, erfahren. Paßmann war von 1975 bis 1984 Bürgermeister der Stadt Solingen und gehörte von 1969 bis 1994 dem Stadtrat an. Paßmann, der zuletzt auch Vorsitzender des Europaausschusses des Landschaftsverbandes Rheinland war, hat an mehreren Kommunalpolitischen Kongressen der AKP als Delegierter teilgenommen. Auch weite Reisen nach Polen, zuletzt ins südostpreußische Pisz/Johannisburg, im tiefen Masuren, haben den in den letzten Lebensjahren gesundheitlich angeschlagenen, erfahrenen Kommunalpolitiker nicht abgeschreckt. Die verständigungspolitische Arbeit unter Einbeziehung von deutschen Heimatvertriebenen und der deutschen Minderheit in Polen war ihm stets ein wichtiges Anliegen, dem er eigene physische Herausforderungen - soweit irgend machbar - untergeordnet hat. Die AKP verliert mit Bernd Paßmann einen wichtigen Protagonisten für die deutsch-polnische Partnerschaftsarbeit und die Arbeit zur Stärkung eines europäischen Bewusstseins.

BK/AKP

 

Gespräch zwischen dem polnischen Botschafter und dem AKP-Vorsitzenden

In einem rund einstündigen Gespräch in der polnischen Botschaft in Berlin am 3. März 2017 führten der polnische Botschafter Prof. Dr. Andrzej Przylebski und der AKP-Vorsitzende Bernd Hinz einen intensiven Informations- und Gedankenaustausch. An diesem Gespräch nahm auch die Pressesprecherin der Botschaft, Jadwiga Janukowicz, teil.

Hinz unterrichtete den Botschafter zunächst unter Aushändigung einiger Informationsschriften über vergangene Kongresse über den Wirkungsgrad der AKP und die deutsch-polnische Kongressreihe und sprach den für dieses Jahr geplanten deutsch-polnischen Kongress im Hambacher Schloss vom 13.-15. Oktober 2017 an. Er wies den Botschafter darauf hin, dass das Hambacher Schloss als herausragendes historisches Zeugnis für die Freiheit der Völker, für die nationale Identität und für den europäischen Gedanken sowie für die deutsch-polnischen bilateralen Beziehungen in dem gegenwärtigen Europa der Krisen eigentlich einen großen zukunftsweisenden Beitrag des Botschafters geradezu einfordert. Und zwar einerseits für das bilaterale deutsch-polnische Verhältnis und andererseits für Polens Selbstverständnis in einem tragfähigen Europa der Zukunft. Hinz sprach auch die Hoffnung aus, dass in Polen die Bedeutung Deutschlands nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in geistig-ideeller Hinsicht stärker erkannt wird. Polen und Deutsche sind eine Schicksalsgemeinschaft und sollten dies auch stärker gemeinsam dokumentieren, auch wenn man nicht in allen Fragen und Problemen kongruent denkt. Auch wurden Fragen der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik sowie der Ostpolitik gegenüber Russland und dem Baltikum sowie der Ukraine erörtert.

Zum Abschluss des Gesprächs stellten beide Seiten eine weitgehende politische Übereinstimmung fest. Der Botschafter stellte nachhaltig in Aussicht, dass er sehr gerne zu dem Kongress nach Deidesheim und zum Hambacher Schloss kommen wird. Hinz dankte für das atmosphärisch sehr gute und inhaltlich sehr konstruktive Gespräch. /AKP

 

Anna Wagner-Rybinska verstorben

Mit großer Betroffenheit haben wir zur Kenntnis nehmen müssen, dass eine wichtige Persönlichkeit in den deutsch-polnischen Partnerschaftsbeziehungen verstorben ist. Anna Wagner war nicht nur Angehörige der deutschen Minderheit im südlichen Ostpreußen, sie war eine hochengagierte Mitstreiterin für die Wiederbelebung der Kultur der deutschen Volksgruppe in der Republik Polen nach dem Fall der kommunistischen Systeme und der damit verbundenen Unterdrückung der deutschen Minderheit in Polen. Als Deutschlehrerin, als Vorsitzende des Ermländischen Landfrauenverbandes und als Partnerschaftsbeauftragte des Landkreises Allenstein/Olsztyn, wo sie unter mehreren Landräten an den Beziehungen zum Partnerkreis Osnabrück mitgearbeitet hat, hatte sie eine erhebliche Bedeutung für die Entwicklung der deutschen Volksgruppe und ihrer Funktion als Brückenbauer zwischen Deutschland und Polen. Anna Wagner, die nun einer Lungenembolie erlag, hatte an den meisten Kommunalpolitischen Kongressen der AKP teilgenommen und vertrat die Interessen des Landkreises Allenstein/Olsztyn und jene der deutschen Volksgruppe. Im nebenstehenden Bild nimmt sie 2011, eine Reihe hinter dem polnischen Botschafter Dr. Marek Prawda an dem AKP-Kongress auf dem Hambacher Schloss teil, neben ihr, von Prawda verdeckt, der damalige Allensteiner Landrat Miroslaw Pampuch, der heute für Die Moderne im polnischen Sejm sitzt.

Anna Wagners Tod kommt für die AKP völlig überraschend, reißt eine schmerzhafte Lücke in den deutsch-polnischen Beziehungen und lässt uns in tiefer Trauer zurück. Unsere Gedanken sind nun bei den Hinterbliebenen.

Bernhard Knapstein

Geschäftsführer

 

„Gegenseitiger Wille zur Gemeinsamkeit ist entscheidend“

AKP tagt im masurischen Johannisburg / Hochrangige Referenten und emotionale Debatten

Von Bernhard Knapstein

Ein tragendes Element des lebendigen Austauschs und fruchtbarer Debatten ist regelmäßig ein Umfeld, das die Seele zu öffnen vermag. Ein solches Umfeld hat der deutsch-polnische Kommunalpolitische Kongress der Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitische Partnerschaft (AKP) in dem schönsten lichtdurchfluteten Grün und Gold des herbstlichen Mischwalds Masurens gefunden. In dieser von Deutschen und Polen geprägten Region hatte die AKP auf Einladung von Landrat Andrzej Nowicki gemeinsam mit dem Landkreis in der Kreisstadt Johannisburg (Pisz) die Tagung organisiert.

Zu der vom AKP-Vorsitzenden Bernd Hinz sowie Landrat Nowicki geleiteten Tagung fanden sich mehr als 50 Teilnehmer ein – eine beachtliche Zahl, angesichts des verkehrstechnisch eher abgelegenen Veranstaltungsortes. Doch das Programm hatte es in sich und mochte mit ausschlaggebend gewesen sein für die Größe des Auditoriums, die Lebendigkeit der zum Teil intensiven und emotionalen Debatte, in die sich die zahlreich angereisten deutschen und polnischen Landräte, Kreispräsidenten, Bürgermeister, Parlamentarier, Diplomaten, Kommunalpolitiker und Medienvertreter angesichts der europäischen Krise zum Teil hochengagiert einbrachten. Eine Krise, die einen starken Kontrastpunkt zu den Errungenschaften des 25-jährigen Jubiläums des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrages und das inhaltliche Schwergewicht des zweitägigen Kongresses bildete, zu dem eigens auch der Präsident des Deutschen Landkreistages (DLT), Reinhard Sager, über den neuen Allensteiner Regionalflughafen ins südliche Ostpreußen einflogen war. Aber auch der aus Warschau zugereiste Gesandte der Bundesrepublik Deutschland, Manfred Huterer, und die beiden Sejmabgeordneten Jerzy Malecki von der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) und Miroslaw Pampuch von der liberalen Oppositionspartei Die Moderne leisteten mit ihren Vorträgen wichtige Beiträge für die Debatte.

Die europäische Krise spiegelte sich in den Vorträgen und insbesondere in den anschließenden Diskussionen von DLT-Präsident Reinhard Sager und Jerzy Malecki wider.

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