Aktuelles

2011-10-17 Polens Botschafter erstmals bei Vertriebenen

Kommunalpolitischer Kongress der AKP

auf dem Hambacher Schloss am 14.-16.10.2011

 

 

In seiner Hambacher Rede vor rund 55 deutschen und polnischen Landräten, Bürgermeistern, Parlamentariern und Diplomaten würdigte Alt-Ministerpräsident Erwin Teufel die Versöhnungspolitik Willy Bandts gegenüber Polen und seinen Kniefall von großer symbolischer Bedeutung vor dem Denkmal des Warschauer Ghettos.“ Im Zusammenhang mit der Finanz- und Währungskrise erklärte Erwin Teufel: „Man hat den Deutschen bei der Aufgabe der D-Mark unter Helmut Kohl und Theo Waigel zu Recht gesagt, man habe beim Euro noch stärkere Stabilitätskriterien ausgehandelt als die Stabilitätskriterien der D-Mark. Die EZB sei noch unabhängiger als die Bundesbank. Und nun haben die Staats- und Regierungschefs in einer Nacht diese Stabilitätskriterien weggeputzt. Wie will man denn von den EU-Bürgern erwarten, dass sie sich rechtstreu und vertragstreu verhalten, wenn Staats- und Regierungschefs über geschlossene Verträge hinweggehen? Da ist Vertrauen weggebrochen.“

 

AKP wurde 2005 als Dialogsforum gegründet

Anlass der Hambacher Rede war der dreitägige Kommunalpolitische Kongress, den die deutsch-polnische Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitische Partnerschaft (AKP) auf dem Hambacher Schloss organisiert hatte. Die AKP ist eine von Heimatkreisgemeinschaften der Vertriebenen und polnischen Gebietskörperschaften 2005 im Beisein der Minister Dr. Thomas de Maziere und Dr. Wolfgang Schäuble zu Dresden gegründete Initiative. Der traditionsreiche Kommunalpolitische Kongress der AKP findet jährlich wechselweise in Deutschland und Polen statt. Er dient der Vertiefung der Kommunalpartnerschaften zwischen den Ländern. Wenig bekannt ist: 17 polnische Kommunen und Kreise haben sogar mit Vertriebenen-Kreisgemeinschaften offizielle Kommunal-Partnerschaftsverträge geschlossen.

 

Erstmals polnischer Botschafter bei deutschen Heimatvertriebenen

Auch Polens Botschafter Dr. Marek Prawda forderte in einer emotionalen Rede auf dem Hambacher Schloss die deutschen und polnischen Partner auf, den Dialog fortzusetzen. Europa müsse als Friedens- und Freiheitsprojekt begriffen werden. Es war der erste Besuch eines polnischen Botschafters bei einer von deutschen Heimatvertriebenen organisierten Veranstaltung.

 

„Die Teilnahme des Botschafters an diesem Kongress begreifen wir als Würdigung unserer bisherigen Bemühungen um den Dialog und die Verständigung zwischen unseren Völkern und die Förderung der kommunalen Partnerschaftsbewegung“, erklärt dazu der AKP-Vorsitzende Bernd Hinz.

 

Erstmalig wurde im Rahmen des Kommunalpolitischen Kongresses auch eine Podiumsdiskussion durchgeführt. Unter der Moderationsleitung des Kieler NDR-Landesfunkhausdirektors Friedrich-Wilhelm Kramer diskutierten der Bundestagsabgeordnete Georg Schirmbeck (CDU), der Allensteiner/Olsztyner Landrat Miroslaw Pampuch (Bürgerplattform PO), der Journalist Stefan Dietrich (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und der Vizepräsident des Oppelner Sejmik, Jozef Kotys (deutsche Minderheit), über 20 Jahre Deutsch-Polnischer Nachbarschaftsvertrag. Eine ebenfalls geladene SPD-Europaabgeordnete musste ihre Teilnahme krankheitsbedingt absagen.

 

Das Hambacher Schloss erwies sich für den Kongress als idealer Tagungsort für inspirierende Debatten und Gespräche zwischen den deutschen und polnischen Partnern. Schon einmal hatte auf dem Hambacher Schloss die polnische Fahne neben der deutschen geweht. Während des Hambacher Festes von 1832 hatte sich die deutsche Demokratie- und Einheitsbewegung mit den polnischen Freiheitskämpfern solidarisiert. Etliche hundert Polen hatten sich an dem Fest beteiligt.

 

2011-10-17 - Bernhard Knapstein

 

 

AKP im Rundfunkgespräch

Aus Anlass des deutsch-polnischen Kommunalpolitischen Kongresses der AKP auf dem Hambacher Schloss 2011, hat AKP-Geschäftsführer Bernhard Knapstein dem WDR ein Hintergrund-Interview gegeben. Zum Podcast.

 

2011-07-28 AKP-Vorsitzender zu Arbeitsgespräch bei Botschafter Prawda

AKP-Vorsitzender Bernd Hinz trifft Polens Botschafter Prawda

2011-07-26 BK - Der deutsche AKP-Vorsitzende Bernd Hinz hat vom 24.-26.07.2011 in Berlin einen zweitägigen Arbeitsbesuch absolviert. In diesem Rahmen hat Hinz bei einem erneuten Gedanken- und Informationsaustausch mit dem Botschafter der Republik Polen, SE Dr. Marek Prawda, den bevorstehenden deutsch-polnischen Kommunalpolitischen Kongress der AKP thematisiert. Der Kongress, ein Förderprojekt der Bundesministerium des Innern, steht unter der Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten von Rheinland-Pfalz, Joachim Mertes, und wird vom 14. bis 16. Oktober 2011 auf dem Hambacher Schloss ausgerichtet. Im Rahmen des Gesprächs wurde zudem die Rolle vieler deutscher Heimatvertrieber bei dem deutsch-polnischen Verständigungsprozess gewürdigt.

Des Weiteren hat ein erneuter Arbeitsbesuch beim Deutschen Landkreistag stattgefunden. Im Rahmen der dortigen Gespräche wurde die weitere Zusammenarbeit zwischen der AKP und dem Landkreistag thematisiert. Im Vorjahr reiste zu dem Kommunalpolitischen Kongress eigens der Präsident des kommunalpolitischen Spitzenverbandes, Hans-Jörg Duppré, ins oberschlesische Oppeln, um dort vor deutschen und polnischen Landräten und Bürgermeistern und Vertretern von dialogorientierten Heimatkreisgemeinschaften zu referieren. /BK

 

2011-06-09 AKP-Infobrief erschienen

AKP publiziert neuen Infobrief

Die Arbeitsgemeinschaft hat einen neuen achtseitigen Infobrief (nur deutschsprachig) publiziert. Dieser kann als pdf-Datei unter Download kostenlos heruntergeladen werden.

 

2011-06-09 Itzehoe wertet "Haus der Heimat" auf

Wegweiser zum Museum: Itzehoe wertet das "Haus der Heimat" auf

2011-06-09 (BK) - Neue Wegweiser führen auf den Straßen der schleswig-holsteinischen Stadt Itzehoe zum Museum der Heimatkreisgemeinschaft Preußisch Holland, dem "Haus der Heimat". Das Haus der Heimat, eine ehemalige adelige Stadtvilla, ist unter anderem mit seinem Partnerschaftzimmer und den dort ausgestellten Dokumenten, Bildern und Freundschaftsgeschenken ein beredter Beleg für die lebendige Partnerschaft der Vertriebenen-Kreisgemeinschaft zu den Gebietskörperschaften Stadt Paslek (Pr. Holland) und Landkreis Elbing. Die Vertriebenenorganisation leistet sich zwei offizielle Partnerschaftsverträge und füllt sie mit Leben aus. So hat die Kreisgemeinschaft nicht nur im erheblichen Maße historische Bausubstanz in Pr. Holland restauriert, sondern unterhält z.B. auch eine Patenschaft zu einem Kindergarten, richtet als Schirmherrin Sportfeste aus und gemeinsam mit der Stadt einen Stadtplan mit den alten und neuen Straßennamen herausgegeben.

Die Stadt Itzehoe, die selbst eine Partnerschaft zu Paslek pflegt, wertet mit den neuen Wegweisern das "Haus der Heimat" und das aktive Wirken der Preußisch Holländer für die Verständigung zwischen beiden Nationen auf.

 
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